6 Wasser-Spiele als sinnvolle Beschäftigung für Kinder

Gehört ihr zu den Eltern, die – egal ob mit oder ohne Pandemie – immer nach neuen Ideen suchen, ihre Kinder sinnvoll zu beschäftigen? Dann habe ich heute was für euch: 6 tolle Spiele mit Wasser, die ihr alle zuhause durchführen könnt. Und das Beste: Bei allen Spielen lernen eure Kinder auch noch etwas über das Element Wasser. Zeitgleich fördert ihr so die Wasserkompetenz eurer Kinder! Die Tipps zur Beschäftigung für Kinder sind garantiert

  • Corona-konform
  • Können drinnen und auch im Winter durchgeführt werden
  • Machen Spaß und können altersgerecht einfacher oder komplexer gestaltet werden

1. Was schwimmt, was sinkt!

Ball trifft Wasser

Sicherlich der Klassiker unter den Wasserspielen. Ihr legt Eurem Kind einige unterschiedliche Gegenstände vor und überlegt gemeinsam, ob die Sachen wohl schwimmen oder sinken. Im Anschluß überprüft ihr dann mit einer Schüssel Wasser oder am Waschbecken, ob ihr recht hattet.

Variante mit mehreren Kindern: Die Kinder müssen sich vorab notieren, was ihrer Meinung nach schwimmt bzw. sinkt. Im Praxistest bekommen sie für jede richtige Antwort einen Punkt. 

Variante für mutige Eltern: Ihr lasst die Kinder die Gegenstände zum Versenken im Haushalt selber aussuchen. Im schlimmsten Fall habt ihr danach ein kaputtes Telefon. Im besten Fall ist das aber noch heil und eure Kinder haben verstanden, dass Wasser mit Vorsicht zu genießen ist und auch Schaden anrichten kann.

Notwendiges Material:

  • Gegenstände, die nass werden dürfen. Ein Teil sollte sinken, ein Teil sollte auf der Wasseroberfläche schwimmen. Ihr könnt das auch mit einem Spaziergang verbinden und Kastanien, Steine und Blätter sammeln.
  • Schüssel mit Wasser, Badewanne, Waschbecken
  • Handtuch

Lerneffekt:

  • Kinder lernen wichtige Eigenschaften des Wassers kennen und verstehen das manche Gegenstände sinken und manche schwimmen.
  • Sie bekommen Inspiration für eigenes Verhalten und Bewegungen am Wasser. 

Hintergrundwissen für Eltern und größere Kinder

Die Dichte eines Gegenstandes entscheidet zwischen schwimmen und sinken. Diese ist umso höher, je geringer der Raum auf den sich das Gewicht verteilt. Ist der Gegenstand dichter als Wasser – sinkt er. Ist er weniger dicht, kann er schwimmen. Das kann man schön mit Knete demonstrieren: Eine Kugel aus Knete sinkt. Nimmt man diese und waltzt sie platt – schwimmt sie. 

2. Eis, Eis, Baby

Ich finde es wichtig, dass Kinder verstehen, welche unterschiedlichen Eigenschaften Wasser annehmen kann. Dazu gehört natürlich auch Eis. Kennen und lieben alle im Sommer. Im Winter können vereiste Seen schnell gefährlich werden.

Für das Eis-Experiment füllt ihr einen Becher gut bis zur Hälfte mit Wasser und stellt ihn ins Tiefkühlfach. Und dann lasst ihr euer Kind ca. alle 30 Minuten gucken, was mit dem Wasser passiert. Zuerst wird es merken, dass das Wasser ganz kalt und vllt schon  ein bißchen angefroren ist, der Finger aber noch leicht durch die Wasseroberfläche bricht. Je länger das Gefäß im Tiefkühlschrank steht, desto dicker wird die Oberfläche und eine Gefahr des Einbrechens wird immer unwahrscheinlicher. Bis sich irgendwann die Oberfläche gar nicht mehr durchbrechen lässt.  Wenn ihr einen durchsichtigen Becher nehmt, kann euer Kind erkennen, dass die Eisdecke immer dicker wird, je länger der Becher im Tiefkühlfach ist. Ihr könnt auch beim regelmäßigen Überprüfen der Eisdecke, die Stelle markieren, bis zu der das Wasser schon gefroren ist.

Notwendiges Material:

  • Durchsichtiger Becher
  • Tiefkühlfach

Lerneffekt:

  • Kinder lernen, den Zusammenhang zwischen Wasser und Eis
  • Sie verstehen, das eine Eisdecke einbrechen kann

3. Seepferdchen kann kommen

Für die Seepferdchenprüfung müssen eure Kinder u. a. die Baderegeln aufsagen können. Es gibt ganz viele Möglichkeiten, wie ihr die zuhause üben könnt und daraus eine tolle Beschäftigung für Kinder macht:

1. Baderegeln auch für Lego-Figuren

Ihr stellt mit Lego-Figuren (oder anderen Spielsachen eurer Kinder) kritische Situationen am Wasser nach und euer Kind muss den Fehler finden.

2. Baderegeln Memory

Auf den Seiten der DLRG findet ihr ein PDF mit em Baderegeln. Das druckt ihr 2x aus, schneidet die Bildchen aus und klebt sie auf Karton. Und schon habt ihr ein sinnvolles Memory mit 2×10 Motiven. 

3. Baderegeln Pantomime

Vor Spielbeginn werden die 10 Regeln auf je einen Zettel geschrieben oder ihr schneidet für jüngere Kinder die Baderegeln der DLRG aus. Jeder zieht eine Baderegeln und muss sie darstellen. Die anderen Spieler müssen sie erraten. 

Notwendiges Material:

  • Baderegeln zum Download hier

Lerneffekt:

  • Kinder bereiten sich auf die Seepferdchenprüfung vor
  • Kinder verstehen, welche Verhaltensweisen am Wasser gelten

4. Sportarten Quizz

Eine tolle Art Kinder für das Schwimmen zu begeistern: Führt ihnen vor Augen, welche Welt sich ihnen eröffnet, wenn sie schwimmen können. Ein Teil dieser Welt sind eben viele tolle Sportarten!

Variante für kleinere Kinder: Ihr nennt die Sportart und die Kinder müssen entscheiden, ob man dafür Wasser benötigt, oder es auch ohne geht.

Variante für größere Kinder: Die Kinder müssen Sportarten aufzählen die im, am oder auf Wasser durchgeführt werden. Es gewinnt der, der am meisten Sportarten kennt.

5. Blubber-Party

Die Blubber-Party ist ein tolles Spiel, dass ihr nutzen könnt, um eurem Kind eine der wichtigsten Grundlagen des Schwimmens beizubringen: Die richtige Atmung. Denn beim Blubbern muss man ins Wasser ausatmen. Mögliche Aufgabenstellungen sind

  • Blubbere so lange wie möglich
  • Summe beim Blubbern eine Melodie
  • Blubbere nur mit dem Mund unter Wasser. Steigerungsformen sind dann mit Nase und auch die Augen unter Wasser
Wasserblasen unter Wasser

Notwendiges Material:

  • Schüssel mit Wasser, Badewanne, Waschbecken
  • Handtuch

Lerneffekt:

  • Kinder lernen eine der wichtigsten Grundlagen des Schwimmens und das zuhause!

6. Trockenschwimmen

Auch eine tolle Beschäftigung für Kinder, die nicht nur Spaß macht, sondern den Kindern die Bewegungsabläufe näher bringt, die sie beim Schwimmen umsetzen müssen. Für dieses Spielchen braucht es auch keinen ausgeklügelten Aufbau. Für den Anfang reicht es völlig, wenn Kinder im Stehen kraulen oder auf dem Boden Brustschwimmen. Wer es etwas fortgeschrittener mag sucht sich einen Hocker oder legt die Kinder auf den Tisch, so dass der Oberkörper schwebt und sie problemlos die volle Armbewegung durchziehen können. Wenn ihr das Ganze mit Musik macht und schon einen Rhythmus einführt, fällt es euren Kindern im Wasser dann noch einfacher, vorwärts zu kommen.

  Notwendiges Material:

  • Evtl. Musik
  • Hocher, Tisch oder Stuhl

Lerneffekt:

  • Kinder lernen die Bewegungsabläufe im Wasser kennen bzw. vertiefen sie.

Wenn ihr noch mehr darüber erfahren wollt, welche Grundlagen des Schwimmens ihr euren Kindern Zuhause beibringen könnt, dann schaut euch mein aktuellstes Video an. Hier erkläre ich, welche Grundlagen des Schwimmens ihr euren Kindern auch zuhause beibringen könnt.

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