Freibad mit Kind – Meine besten Tipps für eine entspannte Freibadsaision

Freibad mit Kind: Ist es bei euch auch schon so weit? Euer Freibad hat geöffnet und der erste Besuch steht an? Oder fragt ihr euch, wie ihr das überhaupt unbeschadet überstehen sollt, nachdem eure Kinder jetzt so lange nicht mehr Schwimmen waren?

Deutschland ist im Freibadfieber. Und das hat solche Ausmaße angenommen, dass der erste Freibad Tag sogar der Bildzeitung eine Schlagzeile wert war.

In dem Artikel kommt auch eine Mutter zu Wort, die eindrücklich schildert, dass der erste Schwimmbadbesuch seit langem mit ihrer Tochter doch recht anstrengend war. Damit euer erster Besuch im Freibad mit Kind entspannter wird, kommen hier meine besten Tipps

1. Ein Besuch im Freibad mit Kind will gut vorbereitet sein

Entwickelt bereits zuhause mit eurem Kind Routinen rund um das Thema Wasser, die ihr auch im Freibad abrufen könnt. Gibt es bspw. eine bestimmte Übung, die ihr immer als erstes macht, wenn ihr badet? Dann stellt sicher, dass ihr die auch als erstes macht, wenn ihr im Freibad seid.

Bereits zuhause könnt ihr mit eurem Kind besprechen, welche Regeln im Schwimmbad gelten. Bei uns ist klar: Wir bleiben im Freibad immer zusammen und wenn jemand ins Wasser möchte, muss er vorher einmal bescheid gehen.

Auch könnt ihr schon gemeinsam mit eurem Kind Ziele für den Schwimmbadbesuch festsetzen. Wenn ihr einmal besprochen habt, was ihr alles im Freibad ausprobieren und machen wollt, dann gibt es im Schwimmbad weniger Aufregung und ihr könnt euer Kind immer wieder daran erinnern, was ihr zuhause vereinbart habt.

2. Die Packliste für den Besuch im Freibad mit Kind

Ganz wichtig: Überlegt euch schon ein paar Tage vorher, was ihr alles für den Schwimmbadbesuch benötigt und was zuhause bleiben kann. Damit ihr nichts Wichtiges vergesst, könnt ihr euch meine ultimative Packliste herunterladen. Die könnt ihr auch herunterladen und eurem Kind in die Hand drücken. Wenn es selber packt oder die Gegenstände auf der Liste abhaken kann, ist es stärker eingebunden.

3. Schwimmhilfen im Freibad mit Kind

Auf der Packliste findet ihr auch Schwimmhilfen aufgeführt, hier solltet ihr aber gut abwägen. In einem Blogbeitrag habe ich die unterschiedlichen Arten Schwimmhilfen genau analysiert und schreibe über die (wenigen) Vor- und (vielen) Nachteile. Überlegt euch wirklich gut, ob ihr die Schwimmhilfen (die ja häufig auch noch viel Platz wegnehmen) wirklich braucht, oder ob ihr sie nicht im Schrank lassen könnt.

Und zu guter Letzt gehört zu einer guten Vorbereitung momentan leider auch die Berücksichtigung der Corona-Regeln. In einem Beitrag zum Thema Schwimmkurs und Corona gebe ich viele Tipps rund um den Schwimmbadbesuch in Zeiten von Corona. Für euren Freibadbesuch sind die 3 wichtigsten Punkte daraus:

  1. Musst du vorab (online) einen Time-Slot buchen?
  2. Benötigst du für den Eintritt den Nachweis eines negativen Antigentests?
  3. Informiere dich über vor Ort geltende Einschränkungen (bspw. sind evtl. die Duschen geschlossen, gilt Mundschutzpflicht, was gilt für Geimpfte / Genesene etc.)

4. Sonnenschutz - im Freibad unerlässlich

Ein ganz wichtiger Punkt auf der Packliste: Sonnenschutz. Noch bevor ihr euch auf den Weg macht, solltet ihr alle einmal eincremen und in spezielle Kleidung mit UV-Schutz packen. Dazu gehört auch eine Kopfbedeckung Im Schwimmbad dann darauf achten, dass ihr auch immer wieder in den Schatten geht und am besten die Mittagssonne meidet.

5. Zeit für eure Routine

Wenn ihr im Schwimmbad seid, versucht die Ziele die ihr euch gesetzt habt, abzuarbeiten bzw. startet mit der Routine, die ihr euch zuhause bereits erarbeitet habt. Bei uns war das lange Zeit der Start mit den Blubberübungen im warmen Nichtschwimmerbecken. Dann habe ich aber gemerkt, dass ich die Kinder nicht mehr aus dem warmen Wasser raus bekomme, also springen wir jetzt als erstes immer einmal ins große Becken.

6. Konsequent Spaß

Bei all dem Spaß den ein Freibadbesuch mit Kindern mit sich bringt, habe ich mir angewöhnt, sehr konsequent zu sein. Gerade wenn man wie ich mehrere Kinder koordinieren muss, dann ist es wirklich wichtig, dass alle verstehen, dass wir ein Team sind und aufeinander acht geben müssen. Ich achte vor allem bei den ersten Freibadbesuchen darauf, dass sich alle an die Regeln halten. Wenn das auch nach mehrmaligen Erinnern nicht klappt, war’s das leider mit dem Schwimmen. Das setzt dann auch den Ton für den Rest der Saison und klappt meistens ganz gut.

Konsequenz hat aber auch noch eine andere Bedeutung: Ihr als Eltern müsst konsequent eure Kinder immer im Auge haben. Konkret gilt folgendes:

1) Kann euer Kind noch nicht Schwimmen, so bleibt maximal eine Armeslänge von ihm entfernt. Heißt bspw. auch im Babybecken, in dem euer Kind schon stehen kann, entfernt euch nicht weiter als eine Armeslänge.

2) Ist euer Kind noch kein sicherer Schwimmer – dann gilt, dass ihr es nie aus den Augen lassen solltet.

7. Freibad mit Kind - Nur mit Snacks

Denkt immer daran: Schwimmen macht müde. Achtet auf die Stimmung eurer Kinder und bleibt bei den ersten Besuchen lieber etwas kürzer im Wasser, damit eure Kinder nicht zu müde und quengelig werden.

Ganz wichtig auch: Habt immer ausreichend Snacks dabei. Nichts ist schlimmer als ein Auto voller hungriger Kinder.

Auch die Snacks stehen natürlich auf meiner Packliste, wie noch viele weitere unentbehrliche Dinge, die es für einen erfolgreichen Besuch im Freibad mit Kind braucht.

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