Mit Kind ins Schwimmbad – 10 Tipps und Tricks für weniger Stress

Mit Kind im Schwimmbad - das ist für alle Beteiligten ein Erlebnis. Hier ein Junge mit Flossen ausgerüstet am Beckenrand

Mit Kind im Schwimmbad – für manche ein Ausflug, dem sie mit gemischten Gefühlen entgegen sehen. Nicht nur, dass man immer so schwer bepackt ist, wie für eine lange Reise – Aufregung, ungewohnte Umgebung und unterschiedliche Vorstellungen von dem Schwimmbadbesuch können auch schnell Stresssituationen auslösen. Daher gibt es heute 10 einfache Tipps für einen angenehmen Schwimmbadbesuch:

1. Pläne schmieden

Überlegt Euch gemeinsam mit Eurem Kind schon vor dem Schwimmbadbesuch, was Ihr heute machen möchtet. Wenn Ihr gerade dabei seid, Eurem Kind das Schwimmen beizubringen, besprecht mit ihm, welches Ziel Ihr heute gemeinsam erreichen wollt und fragt, worauf Euer Kind Lust hat. So holt Ihr von Eurem Kind ein Zugeständnis und müsst im Schwimmbad selber weniger Überredungskünste einsetzen. 

2. Packen, auspacken, packen, auspacken

In einem früheren Blogpost haben wir eine Liste mit den wichtigsten Utensilien, die bei einem Schwimmbadbesuch auf keinen Fall fehlen dürfen, zusammengestellt. Worauf Ihr neben dem richtigen Inhalt sonst noch achten solltet:

Ein Mädchen mit Taucherbrille im Schwimmbad zeigt, dass es mit Kind im Schwimmbad auch entspannt zugehen kann.
  • Wenn Ihr öfter ins Schwimmbad geht – überlegt Euch ein System nach dem Ihr die Tasche auspackt. Was sich bei uns bewährt hat: Handtücher im Schrank verstauen, so findet man sie schnell vorm Duschen wieder. Wechselklamotten aber in der Tasche lassen – so kann man ganz einfach alles in die Umkleide nehmen.
  • Nasse Sachen nach dem Schwimmen in einem extra Fach oder Tasche / Plastik-Tüte verstauen.
  • Am besten packt Ihr die Tasche sobald Ihr Zuhause angekommen seid auch wieder aus, dann gammelt nichts vor sich hin.
  • Handtücher sofort in die Waschmaschine – in der Regel landen die im Schwimmbad nämlich irgendwann auf dem Boden
  • Wascht die Tasche regelmäßig in der Waschmaschine (bei den meisten Taschen problemlos möglich) und achtet darauf, dass sie gut trocknet

3. Immer Thema mit Kind im Schwimmbad: Urin und Wasser

Fragt Eure Kinder am besten direkt nach dem Umziehen, ob sie auf die Toilette müssen bzw. überredet sie zum Gang aufs Klo. Fragt sie auch während des Aufenthaltes im Wasser immer mal, ob sie auf die Toilette müssen. Und solltet Ihr mal mitbekommen, dass sie ins Wasser pinkeln: Erklärt ihnen, wie ungesund das ist. Das Chlor im Wasser vernichtet zwar die meisten Keime – dennoch können sich im Wasser immer Erreger befinden, die krank machen. Aus diesem Grund solltet Ihr auch darauf achten, dass Euer Kind das Schwimmbadwasser nicht trinkt. Noch mehr Hintergrundinfos zu diesem Thema findet Ihr beim Spektrum.

4. Duschen

Versucht Euer Kind möglichst früh daran zu gewöhnen, vor und nach dem Schwimmen zu duschen. Das Duschen davor dient der Hygiene. Das Duschen danach verhindert Hautirritationen, die das Chlor hervorrufen kann. 

5. Nicht im warmen Becken starten

Wollt Ihr an der Schwimmfähigkeit Eures Kindes arbeiten und es kann schon erste Fortschritte vorweisen, solltet Ihr beim Schimmbadbesuch nicht im wärmsten Becken starten. Häufig finden das Kinder nicht so toll, vom warmen ins kalte Becken wechseln zu müssen und verlieren schnell den Spaß an der Sache. Die warmen Becken sind aber häufig die flacheren – und Ihr wollt ja eigentlich, dass Euer Kind auch im tiefen Becken Fortschritte macht.

6. Gaffen erwünscht

Ihr könnt Eurem Kind die tollsten Sachen vorführen – so richtig beeindruckt wird es aber erst sein, wenn es sieht, dass ein gleichaltriges Kind (das nicht so groß, stark und erwachsen ist wie Mama oder Papa) das auch hinbekommt. Nehmt Euch daher Zeit andere Kinder bei ihren Erlebnissen zu beobachten. Springen vom Sprungturm, mit dem Brett und nur unter Einsatz der Beine durch`s Becken – wenn Euer Kind das bei anderen sieht, wird es noch motivierter das selber auch auszuprobieren.

7. Augen auf

Trotz Bademeister und Rettungsschwimmer – wenn Ihr mit Kind im Schwimmbad seid, habt die Verantwortung für Euer Kind. Lasst es nicht aus den Augen und bleibt in seiner Nähe.

8. Gesundheit geht vor

Euer Kind hat gerade einen Infekt, niest und hustet den ganzen Tag? Dann verschiebt den Schwimmbadbesuch lieber. Bei anderen Erkrankungen solltet Ihr Euch das Go Eures Arztes holen oder besondere Maßnahmen ergreifen. Im Winter könnt Ihr das Erkältungsrisiko senken, indem Ihr nach dem Schwimmen die Haare ordentlich föhnt und die Kinder dick (Mütze!) einpackt.

9. Ablenkungsmanöver I – der eigene Rucksack

Mit Kind im Schwimmbad - das findet dieser Junge, der taucht und dabei den Daumen nach oben streckt offensichtlich toll

Ihr kennt das wahrscheinlich: Nach dem Schwimmen wird es noch einmal so richtig stressig, wenn man versucht sich und das Kind gleichzeitig anzuziehen. Das Kind wuselt dabei permanent herum und hat ganz andere Prioritäten. Was bei uns ganz gut funktioniert: Unser Sohn nimmt seinen eigenen Rucksack mit – für den und dessen Inhalt ist er verantwortlich. Da sind meistens seine Badelatschen, ein Plastiktierchen das er zum Tauchen nutzt und seine Schwimmbrille drin. Alles Dinge, die er ganz toll findet und beim nächsten Mal auf jeden Fall auch wieder mitnehmen will. Und er ist verantwortlich dafür, dass auch nach dem Schwimmen alles wieder im Rucksack landet und gut verpackt ist.

10. Ablenkungsmanöver II – der Snack

Letztes aber sehr bewährtes Mittel: Ein Snack. Kinder powern sich in der Regel im Schwimmbad so richtig aus und sind hungrig und durstig. Mit einem Snack, den die Kinder futtern während man selber noch am Umziehen oder Föhnen ist, lassen sie sich häufig noch etwas ruhig stellen.

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