Schwimmenlernen trotz Pandemie – der 10 Punkte Plan

Habt ihr schon von ihr gehört? Der “Generation Nichtschwimmer“. Dieses geflügelte Wort ging jüngst durch die Presse. So werden die Jahrgänge beschrieben, die eigentlich in 2020 und 2021 Schwimmen gelernt hätten, es aufgrund der Pandemie nun aber gar nicht oder erst spät lernen. Fakt ist: Die gab es leider schon vorher.Für alle, die mir schon länger folgen, sind diese Zahlen nicht neu: Nur in 59% der 10jährigen Deutschland können sicher schwimmen, wie eine repräsentative Forsa-Umfrage bereits 2018 ermittelt hat.

Dem gegenüber stehen 98% der Eltern. Denn die große Mehrheit der Eltern ist der Meinung, dass Schwimmen eine für ihre Kinder lebenswichtige Fähigkeit ist.  Trauriger Fakt ist leider auch: Wenn nicht jeder selbst aktiv wird, wird sich aufgrund von Corona die Lage weiter verschlimmern. Daher kommt hier ein 10-Punkte Plan zum Schwimmenlernen trotz Pandemie. Ihr erfahrt gleich, wie ihr spielerisch und mit Spaß

  • Corona-konform die Schwimmfähigkeit eurer Kinder verbessern könnt
  • die Wassersicherheit eurer gesamten Familie verbessern könnt
  • eure Kind motivieren könnt, sobald wie möglich Schwimmen zu lernen.

1. Baderegeln leben

Habt ihr gewusst, dass ein Großteil der Badeunfälle an unbewachten Gewässern passiert und viele auch noch im Winter?
Häufig liegt das daran, dass Kinder sich nicht bewusst sind, welche Gefahren von Wasser ausgehen. Dass es beispielsweise gefährlich werden kann, mit dem Rad am Flussufer zu fahren, ist vielen nicht klar. Um euer Kind zu sensibilisieren, könnt ihr mit ihm die Baderegeln der DLRG üben. Auf der Website findet ihr zudem tolle Malvorlagen und einen kurzen Film, der die Regeln anschaulich darstellt. Weiter unten findet ihr auch noch einige Übungen und Spielideen, wie ihr eurem Kind die Eigenschaften von Wasser nahebringt und so die Sinnhaftigkeit der Regeln auch noch einmal erklären könnt.

Spielideen:

  • Baderegel-Memory: Badregeln der DLRG doppelt ausdrucken und auf Karton kleben
  • Baderegel-Polizei: Beim nächsten Spaziergang am Fluss oder See macht euer Kind euch darauf aufmerksam, wenn andere Spaziergänger oder Tiere bestimmte Baderegeln nicht befolgen.

Lerneffekt:

  • Kinder lernen die Gefahren des Wassers kennen
  • Baderegeln sind auch ein Teil der Prüfungsleistung für die deutschen Schwimmabzeichen, so ist ein Teil der Vorbereitung für die Prüfung schon erledigt.

2. Bastelspaß mit Canva

Canva nutze ich seit einiger Zeit schon beruflich für unterschiedliche Design-Arbeiten. Von Präsentationen, über Einladungskarten bis hin zu meinen Instagram-Beiträgen. Besonders toll an Canva finde ich, dass es dort unterschiedlichste Animationen, Zeichnungen und Grafiken rund um das Thema Wasser und Schwimmen gibt. Und daraus kann man eine Menge basteln. Wir haben vor Kurzem ein Aquarium gebastelt und die Kinder konnten noch einmal schön wiederholen, was sie schon alles über die Eigenschaften von Wasser wissen. Anfangs erfordert der Umgang mit der Maus oder mit der Touch-Funktion beim Tablet etwas Übung – aber auch das lernen Kinder bei diesem Bastelspaß.

  Notwendiges Material:

  • Canva Account. Auch in der kostenlosen Version gibt es viele tolle Graphiken
  • Drucker, Schere, Kleber
  • Karton für bspw. Aquarium oder Schwimmbad
Pro-Tipp: Versucht es ohne Steinchen! Ich weiß nicht, wie wir die jemals wieder loswerden.

Lerneffekt:

  • Wissen über Baderegeln und Eigenschaften von Wasser festigen
  • Umgang mit dem Rechner oder Tablet. Meine Kinder dürfen sich die Grafiken selber aussuchen und in Canva verkleinern bzw. vergrößern
  • Koordination

3. Eis, Eis, Baby

Ich finde es wichtig, dass Kinder verstehen, welche unterschiedlichen Eigenschaften Wasser annehmen kann. Dazu gehört natürlich auch Eis. Kennen und lieben alle im Sommer. Im Winter können vereiste Seen schnell gefährlich werden.

Für das Eis-Experiment füllt ihr einen Becher gut bis zur Hälfte mit Wasser und stellt ihn ins Tiefkühlfach. Und dann lasst ihr euer Kind ca. alle 30 Minuten gucken, was mit dem Wasser passiert. Zuerst wird es merken, dass das Wasser ganz kalt und vllt schon  ein bißchen angefroren ist. Allerdings wird es wohl noch möglich sein, mit dem Finger durch die Wasseroberfläche zu brechen.

Je länger das Gefäß im Tiefkühlschrank steht, desto dicker wird die Oberfläche und eine Gefahr des Einbrechens wird immer unwahrscheinlicher. Bis sich irgendwann die Oberfläche gar nicht mehr durchbrechen lässt.   Achtet bei der Wahl des Bechers auf folgendes: Nehmt einen durchsichtigen Becher oder dunkle Farbe zum Einfärben des Wassers. So kann euer Kind erkennen, wie sich die Eisdecke verändert. Ihr könnt auch beim regelmäßigen Überprüfen der Eisdecke mit einem Filzstift die Stelle markieren, bis zu der das Wasser schon gefroren ist.=

Notwendiges Material:

  • Durchsichtiger Becher, ggf. Farbe zum Einfärben des Wassers
  • Tiefkühlfach

Lerneffekt:

  • Kinder lernen, den Zusammenhang zwischen Wasser und Eis
  • Sie verstehen, das eine Eisdecke einbrechen kann

4. Was schwimmt, was sinkt

Sicherlich der Klassiker unter den Wasserspielen. Ihr legt Eurem Kind einige unterschiedliche Gegenstände vor und überlegt gemeinsam, ob die Sachen wohl schwimmen oder sinken. Im Anschluß überprüft ihr dann mit einer Schüssel Wasser oder am Waschbecken, ob ihr recht hattet.

Variante mit mehreren Kindern: Die Kinder müssen sich vorab notieren, was ihrer Meinung nach schwimmt bzw. sinkt. Im Praxistest bekommen sie für jede richtige Antwort einen Punkt.

Variante für mutige Eltern: Ihr lasst die Kinder die Gegenstände zum Versenken im Haushalt selber aussuchen. Im schlimmsten Fall habt ihr danach ein kaputtes Telefon. Im besten Fall ist das aber noch heil und eure Kinder haben verstanden, dass Wasser mit Vorsicht zu genießen ist und auch Schaden anrichten kann.

Lerneffekt:

Kinder lernen wichtige Eigenschaften des Wassers kennen und verstehen das manche Gegenstände sinken und manche schwimmen.

Sie bekommen Inspiration für eigenes Verhalten und Bewegungen am Wasser

Notwendiges Material:

  • Gegenstände, die nass werden dürfen. Ein Teil sollte sinken, ein Teil sollte auf der Wasseroberfläche schwimmen. Ihr könnt das auch mit einem Spaziergang verbinden und Kastanien, Steine und Blätter sammeln.
  • Schüssel mit Wasser, Badewanne, Waschbecken
  • Handtuch

4. Was schwimmt, was sinkt

Notwendiges Material:

  • Gegenstände, die nass werden dürfen. Ein Teil sollte sinken, ein Teil sollte auf der Wasseroberfläche schwimmen. Ihr könnt das auch mit einem Spaziergang verbinden und Kastanien, Steine und Blätter sammeln.
  • Schüssel mit Wasser, Badewanne, Waschbecken
  • Handtuch

Sicherlich der Klassiker unter den Wasserspielen. Ihr legt Eurem Kind einige unterschiedliche Gegenstände vor und überlegt gemeinsam, ob die Sachen wohl schwimmen oder sinken. Im Anschluß überprüft ihr dann mit einer Schüssel Wasser oder am Waschbecken, ob ihr recht hattet.

Variante mit mehreren Kindern: Die Kinder müssen sich vorab notieren, was ihrer Meinung nach schwimmt bzw. sinkt. Im Praxistest bekommen sie für jede richtige Antwort einen Punkt. 

Variante für mutige Eltern: Ihr lasst die Kinder die Gegenstände zum Versenken im Haushalt selber aussuchen. Im schlimmsten Fall habt ihr danach ein kaputtes Telefon. Im besten Fall ist das aber noch heil und eure Kinder haben verstanden, dass Wasser mit Vorsicht zu genießen ist und auch Schaden anrichten kann.

Lerneffekt:

Kinder lernen wichtige Eigenschaften des Wassers kennen und verstehen das manche Gegenstände sinken und manche schwimmen.

Sie bekommen Inspiration für eigenes Verhalten und Bewegungen am Wasser

5. Schwimmenlernen trotz Pandemie mit Koordinationsübungen

  1. Bauch-Klopf-Kopf-Kreis Übung
  2. Seilspringen
  3. Auf einem Bein stehen
  4. Hampelmann

7. Sportarten Quizz

Eine tolle Art Kinder für das Schwimmen zu begeistern und zu motivieren, es selber zu lernen: Führt ihnen vor Augen, welche Welt sich ihnen eröffnet, wenn sie schwimmen können. Ein Teil dieser Welt sind eben viele tolle Sportarten!

Variante für kleinere Kinder: Ihr nennt die Sportart und die Kinder müssen entscheiden, ob man dafür Wasser benötigt, oder es auch ohne geht.

Variante für größere Kinder: Die Kinder müssen Sportarten aufzählen die im, am oder auf Wasser durchgeführt werden. Es gewinnt der, der am meisten Sportarten kennt.

8. Blubber-Party

Die Blubber-Party ist ein tolles Spiel das allen Beteiligten viel Spaß macht. Zusätzlich ist es super geeignet, um eurem Kind eine der wichtigsten Grundlagen des Schwimmens beizubringen: Die richtige Atmung. Denn beim Blubbern muss man ins Wasser ausatmen. Mögliche Aufgabenstellungen sind

  • Blubbere so lange wie möglich
  • Summe beim Blubbern eine Melodie
  • Blubbere nur mit dem Mund unter Wasser. Steigerungsformen sind dann mit Nase und auch die Augen unter Wasser

Notwendiges Material:

  • Schüssel mit Wasser, Badewanne, Waschbecken
  • Handtuch

Lerneffekt:

  • Kinder lernen eine der wichtigsten Grundlagen des Schwimmens und das zuhause!

9. Trockenschwimmen

Eine tolle Beschäftigung, die nicht nur Spaß macht, sondern den Kindern die Bewegungsabläufe näher bringt, die sie beim Schwimmen umsetzen müssen. Für dieses Spielchen braucht es auch keinen ausgeklügelten Aufbau. Für den Anfang reicht es völlig, wenn Kinder im Stehen kraulen oder auf dem Boden Brustschwimmen.

Wer es etwas fortgeschrittener mag, wählt die folgende Variante: Legt euer Kind auf den Tisch oder Hocker, so dass der Oberkörper schwebt und sie problemlos die volle Armbewegung durchziehen können. Noch leichter geht es meistens, wenn ihr dabei Musik laufen lasst.

Bei meinem Sohn haben die Trockenübungen übrigens wunderbar funktioniert. Er hatte wirklich Probleme, beim Rückenkraulen den richtigen Rhythmus zu finden. Dann haben wir es ein par Mal zuhause ganz ohne Wasser geübt. Und zack – schon beim nächsten Schwimmbadbesuch hat das mit dem Rhythmus wunderbar geklappt.

Notwendiges Material

  • Evtl. Musik
  • Hoher, Tisch oder Stuhl

Lerneffekt:

  • Kinder lernen die Bewegungsabläufe im Wasser kennen bzw. vertiefen sie.

10. Schwimmenlernen trotz Pandemie mit online Kursen

Eine weitere Möglichkeit trotz Pandemie, (noch) geschlossener Schwimmbäder und überfüllter Schwimmkurse Schwimmen zu lernen, sind meine online Kurse. Im Kurs Wassergewöhnung zeige ich euch alles, was ihr wissen müsst, damit euer Kind sich ans Wasser gewöhnt und 3 wichtige Grundlagen des Schwimmens lernt. Zuhause, ganz ohne Schwimmbad oder Badewanne.

Im Seepferdchenkurs werden Eltern zum Schwimmlehrer ihrer Kinder. Mit meiner einfachen und bewährten Methode schafft ihr es, dass euer Kind  die Seepferdchenprüfung besteht.

Ihr seid euch nicht sicher, ob euer Kind schon bereit ist Schwimmen zu lernen? Dann macht doch einfach meinen Test und findet es heraus.

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