Schwimmenlernen zuhause – wie soll das gehen?

Mit viel Spaß zuhause schwimmen lernen

Auch vor dem Schwimmbetrieb in Deutschland hat Corona nicht halt gemacht. Da die Schwimmbäder geschlossen sind, mussten alle Kurse abgesagt bzw. bis auf Weiteres verschoben werden. Vielleicht seid Ihr auch davon betroffen und fragt Euch jetzt, wie es weitergehen soll? Oder Ihr standet schon ganz vorne auf der Warteliste und Euer Kind hätte jetzt mit einem Kurs gestartet? Auch die DLRG erklärt die Lage der Nation für angespannt. Die Lösung: Schwimmenlernen zuhause. Wir erklären Euch heute, 

  • warum Ihr gerade jetzt schon mit dem Schwimmenlernen starten solltet 
  • welche Utensilien Ihr benötigt und 
  • welche realistischen Ziele Ihr Euch setzen könnt

Bonus: Am Ende des Artikels könnt Ihr Euch für unseren kostenlosen Kurs Swim At Home anmelden.

Warum Ihr mit dem Schwimmenlernen zuhause beginnen solltet

Irgendwann wird es wieder so weit sein, dass Ihr und Eure Lieben bei strahlendem Sonnenschein einen Ausflug ans Meer oder den See machen könnt. Mit etwas Glück passiert das auch noch diesen Sommer, der sich ja jetzt schon ankündigt. Was bis dahin aber eine Herausforderung wird: Einen Platz im Schwimmkurs zu bekommen – vorausgesetzt, dass diese überhaupt schon wieder stattfinden können. 

Und wenn es Euch ähnlich geht, wie uns: Dann wißt Ihr gar nicht wohin mit all den ausgemalten Osterhasen und Dekoartikeln aus recycelten Verpackungen. Sehnt Ihr Euch nach einer neuen Beschäftigungsmöglichkeit für Euer Kind? 

Das Tolle daran, wenn Ihr Euch dafür entscheidet, die Grundlagen des Schwimmens Euren Kindern zuhause beizubringen? Ihr: 

  • legt damit den Grundstein für eine lebenswichtige Fähigkeit
  • fördert die Wasserkompetenz der ganzen Familie
  • arbeitet in Eurem Tempo. Ihr könnt viel häufiger üben und werdet ganz schnell Fortschritte erkennen
  • braucht weder Schere, Kleber noch entstehen irgendwelche Flecken. Versprochen!

Was Ihr für Euren Corona-Schwimmkurs benötigt? 

Kind sitzt in der Badewanne während des Kurses Schwimmenlernen zuhause
  • Mindestvoraussetzung ist eine Schüssel, die so groß ist, dass Euer Kind sein Gesicht und Kopf darin eintauchen kann. Alternativ tut es auch ein Waschbecken.
  • Badewanne oder
  • Planschbecken sind auch ganz wunderbar.

Ideal: Wasserfestes Spielzeug – welches das auf dem Wasser schwimmt und welches das untergeht.

3 realistische Ziele fürs Schwimmenlernen zuhause

Tatsächlich könnt Ihr Eurem Kind die drei wichtigsten Grundlagen des Schwimmens zuhause beibringen. Diese sind:

  1. (Rhythmisches) Atmen
  2. Kopf unter Wasser
  3. Wassersicherheit / WasserregelnAtmen ist einer der wichtigsten Faktoren beim Schwimmen – nicht nur für die Profis, die mit der richtigen Atmung ihre Zeiten optimieren. Auch für Kinder ist das richtige Atmen extrem wichtig. Warum?

Atmen

Atmen ist einer der wichtigsten Faktoren beim Schwimmen – nicht nur für die Profis, die mit der richtigen Atmung ihre Zeiten optimieren. Auch für Kinder ist das richtige Atmen extrem wichtig. Warum?

Ein Mädchen beim Blubbern - auch beim Schwimmenlernen zuhause ganz wichtig.

Neben der Technik, der Hydrodynamik und der Reibung beeinflusst das Atmen eben auch Auftrieb, Gleichgewicht und die Ausrichtung beim Schwimmen. Und genau das sind die Dinge, die Euer Kind verstehen muss, um sich sicher im Wasser zu bewegen. Unser Tipp: Fangt gleich an, Eurem Kind das rhythmische Atmen beizubringen. Das hat folgende Vorteile:

  • Die meisten Schwimmstile verlangen – richtig ausgeführt – ein rhythmisches Atmen. Je früher Ihr Euer Kind an einen Rhythmus gewöhnt, desto leichter wird es ihm fallen, die Stile zu erlernen. 
  • Gerade beim Schwimmenlernen ist das rhythmische Atmen eine wichtige Hilfestellung für Euer Kind. So versteht es, bis wann der Prozess des Ausatmens abgeschlossen sein muss. 

Euer Ziel: Euer Kind atmet in einem bestimmten Rhythmus (bspw. 3 Sekunden oder 5 Sekunden) in Wasser ein und macht dabei große Blasen. Dann hebt es zum Einatmen den Kopf, taucht sofort wieder ein und bläst weiter große Blasen.

Nasswerden

Junge treibt im Wasser und bekommt dabei einen nassen Kopf - wichtiges Lernziel beim Schwimmenlernen zuhause

Für viele Kinder ein Thema – sogar noch bis ins Grundschulalter: Sie haben Angst davor, den Kopf unter Wasser zu stecken. Nun meint Ihr vielleicht, das macht nichts, es muss ja nicht jeder ein Profischwimmer werden. Dann stellt Euch folgendes Szenario vor: Euer Kind ist mit Freunden am Wasser unterwegs und wird auf einmal ins Wasser geschubst. Klar, dass es da mit dem Kopf unter Wasser gerät. Nicht nur eine ungewohnte Situation, sondern auch eine vor der es bislang Angst hatte und jetzt Panik bekommt. Gewöhnt Ihr es jedoch schon frühzeitig daran, wird es da mit Bravour auch wieder rauskommen. 

Euer Ziel: Euer Kind atmet wie oben ins Wasser, aber steckt dabei das gesamte Gesicht und nach Möglichkeit den Haaransatz ins Wasser. 

Wassersicherheit

Wenn Ihr uns schon länger folgt, dann kennt Ihr die persönliche Geschichte unserer Gründerin und wisst, dass wir bei der Online Schwimmschule sehr viel wert auf Wassersicherheit legen. Ihr könnt die Zeiten von #StayAtHome perfekt dafür nutzen, Euren Kindern die wichtigsten Wasser-Regeln zu vermitteln. Und Ihr könnt Euch natürlich auch dem Studium der Eltern-Regeln widmen.

Eure Ziel: Euer Kind kennt die wichtigsten Regeln und befolgt sie.

Tipps von einem, der es wissen muss:

Foto von Daniel - besser bekannt als Münsterpapa

Vor Kurzem haben wir auf unserem Blog ein Interview mit David (aka Münsterpapa) veröffentlicht, der seinem Sohn das Schwimmen selber beigebracht hat. Er war so nett und hat uns noch ein paar zusätzliche Tipps gegeben, was Ihr in Zeiten von Corona zuhause schon tun könnt, um Euer Kind auf die Schwimmbadsaison vorzubereiten:  

“Jetzt wo alle Schwimmbäder geschlossen sind, bieten sich zuhause natürlich ausgiebige Bäder in der Badewanne an. Da lernen Kinder natürlich nicht das Schwimmen, aber das Baden bietet jede Menge Möglichkeiten der Wassergewöhnung. Ein wenig Spielzeug, wie Becher, Plastikbälle, Boote und Entchen, darf auch dabei sein. Viele Kinder lieben die Badewanne – mit einer Einschränkung: Es darf auf gar keinen Fall Wasser ins Gesicht kommen. Hier kann man ansetzten und die Kinder spielerisch an Wasserkontakt mit Kopf und Gesicht gewöhnen (was sehr wichtig für das Schwimmen lernen ist!). Ich kann zum Beispiel einen Ball von etwas höher ins Wasser fallen lassen, so dass es spritzt.

Ein Ball - wichtiges Untensil beim Schwimmenlernen zuhause

Die Aufmerksamkeit des Kindes ist meist ganz auf den Ball gerichtet. Wasserspritzer werden unbewusst hingenommen (Badezusatz, der nicht schäumt, ist hier von Vorteil). Das Spritzen und Gießen mit Wasser kann dann weiter gesteigert werden, ohne den Wasserkontakt mit Gesicht und Kopf groß zu thematisieren. Schon mutigere Kinder können zum Tauchen in der Wanne animiert werden: “Du bist ein Krokodil und erschrickst die Ente”.

Wichtig ist, dass ein Erwachsener während der gesamten Badezeit im Raum ist und aktiv auf die Kinder in der Badewanne aufpasst. Mich selber mit in die Wanne setzen würde ich nur bei wirklich kleinen Kindern, die die körperliche Sicherheit brauchen. Ansonsten nimmt man ja auch zu viel Platz weg. Das Baden macht meinen Söhnen auf jeden Fall immer einen Riesenspaß.”

Wo und wie anfangen?

In Anlehnung an den bekannten Hashtag StayAtHome haben wir für Euch den Kurs “Swim At Home” entwickelt. In 6 Lektionen, die Ihr per E-Mail in Eure Inbox bekommt, vermitteln wir Euch per Video

  • Die Grundlagen des Schwimmens
  • Lebenswichtiges Wissen rund um Wassersicherheit
  • Geben Euch Tipps, wie Ihr sie Euren Kindern näher bringt
  • Zeigen Euch praktische Übungen zu den drei Meilensteinen Atmen, Nasswerden, Rhythmus

Alles, was Ihr tun müsst: Mit Euren Kindern (ab ca. 2 Jahren) fleißig planschen und Spaß haben!

Ihr wollt sofort starten? Dann los!